Lexikon

Encylopedia bauphilosophica

Kleines Lexikon der Bauphilosophie

In Arbeit seit 1999.
1. Auflage 2006 mit 321 Begriffen (Selbstverlag).
2. Auflage 2015 mit inzwischen 861 Einträgen.
Hier nur eine kleine Auswahl. Eine Liste aller Begriffe unter Register.


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 A

Abdrücken, das. Körperlicher Zwang, bedingt durch das noch nicht in Betrieb befindliche, sanitäre Abwasserentsorgungssystem. (kf)

Abfall, der. (→Müll). Notwendiges Übel jeder Baustelle. Wohin damit? Wer entsorgt? Ist das im KV enthalten oder wirds gesondert in Rechnung gestellt? Schwerwiegende Fragen, die nicht immer einfach zu lösen sind. Meistens klappts. Manchmal nicht. Dann wird es so gelöst wie auf einer Neubaustelle, wo die Mieter nach Bezug der Wohnung sich wunderten, daß die im Mietvertrag angegebenen Quadratmeter von den tatsächlich Gemessenen erheblich abwichen. Es stellte sich heraus, daß die Bauarbeiter einen kompletten →Raum einfach zugemauert hatten. Bei Öffnung des Raumes kamen etliche Kubikmeter Schutt und anderer Abfall zum Vorschein nebst einigen Kästen leerer Bierflaschen - von wertvollen Werkzeugen ganz zu schweigen. (et) Der Abfall einer jeden Arbeit ist immer sinnlicher als die eigentliche Arbeit →Hermannische Lehrsätze. (ho)

Abhänger, der. 1. Klemmbare Verbindung zwischen dem →Cd-Profil und der Raumdecke. Damit macht Decken abhängen Spass. Gibt's auch als gummigelagerte Aufhängung für schallgedämmte Deckenabhängungen (→Decke, abgehängt). (kf) 2. Faule Sau, die nur im Weg rumsteht, dummes Zeug quatscht, ununterbrochen Kaffee trinkt und eine Zigarette nach der anderen raucht (→Heckenpenner). (et)

Abtöner, der. Meist pastöse farbige Masse. Kostet immer mehr als weisse Farbe und man braucht viel Geduld, um sich seinen Ton selber zu mischen. (kf)

Altbau, der. Der Altbau besticht durch nicht vorhersehbare, bautechnische Probleme, in denen der Faktor 'T' (=Zeit) meist nur durch die Gesetze der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu ermitteln ist (Bau, →Psychosomatik, Zeuthen). (kf)

Altgeselle, der. Der A. ist in der →Regel der →Geselle, der am längsten in einem Handwerksbetrieb tätig ist; er ist der Adjutant vom →Meister / Chef. Charaktereigenschaften: schikanös und befehlsgeil. Ein schönes Sprichwort sagt: „Gib einem kleinen Mann einen Posten und er benimmt sich wie Sau.“ (ho)

Anlegen, das. Das Anlegen bezeichnet im Terminus technicus der Steinmetze den Vorgang des →Vergoldens einer vertieft oder erhaben →geschlagenen Schrift oder →Ornamentes. Der Arbeitsvorgang: Zuförderst wird die fertig gehauene Schrift mit dem Zwölf-Stunden-Öl sparsam auf eine bestimmte Weise eingestrichen, welches dann vollständig durchtrocknen muß (eben 12 h), um daraufhin das mit →Chromgelb (zur Erhöhung der Leuchtkraft) vermischte →Drei-Stunden-Öl ebenfalls sparsam aufzutragen. Dieser Trocknungsprozeß muß ständig beobachtet werden, da er von der Außentemperatur abhängig ist. Der Steinmetz prüft den Trocknungsprozeß mit dem Daumen. Hinterläßt der Finger im Öl nur noch einen wenig deutlichen Fingerprint, nimmt der Steinmetz einen Anschießer, um die Schrift nun mit Blattgold zügig aber doch so vorsichtig, daß sich keine Risse bilden, anzulegen. Ist die Goldschrift angetrocknet, können die überstehenden Ränder abgespachtelt werden, ist sie durchgetrocknet kurz mit einem feuchten Tuch, welches gleichmäßig über die Schrift gespannt wird, befeuchten und dann ebenfalls die überstehenden, verölten Goldränder abspachteln. Endlich wird das Werkstück mit Wasser und Bimsstein (bei Granit, →Syenit u.ä.) gesäubert. Oft wird leider auch das Tönen einer Schrift fälschlicher Weise als Anlegen bezeichnet. (ho)

Antiquittierung, die. Auch →Schwarze Quittung. Rechnung ohne Mehrwertsteuer (→Umsatzsteuer). Gilt als sog. "moralische" Verpflichtung zwischen "schwarzem" Auftraggeber und "schwarzem" Auftragnehmer; ist juristisch unhaltbar. (ho)

Arbeit, die. Hält nur vom Geld verdienen ab. (tt) →Erfindung von Männern, die glauben, es sei →Gott ein Wohlgefallen, im Diesseits Reichtümer anzuhäufen, um im Jenseits Kamele durch Nadelöhre zu treiben. Höchstes Glaubensgut der Protestanten, in perfekter Vervollkommnung verkörpert durch den Calvinismus (USA, Niederlande und Schweiz), dessen höchstes Ziel der Abschaffung aller arbeitsfreien Tage dient. Galt vor dem Aufkommen der Lutheraner noch etwa ein Drittel des Jahres als arbeitsfrei, so hat sich das inzwischen auf einen Bruchteil reduziert. Der natürliche Feind der Arbeit ist der Katholizismus alten Schlages (andernorts auch als Kölner Klüngel bekannt). Es dürfte heute auf gewisse Widerstände stoßen, die ca. 127 Feiertage des 13. Jahrhunderts (zusätzlich zu den Sonntagen) wieder einführen zu wollen. Dagegen nimmt sich die 35-Stunden-Woche tatsächlich als Peanuts aus. Da wäre die Einführung des 6-Stunden-Tages ein echter Rückschritt (in das bzgl. unserer Zeit fortschrittliche Mittelalter →Relativitätstheorie). Eine anscheinend unmögliche Utopie ist da die Idee der Halbierung der Arbeit: würden alle in Deutschland als arbeitend geltende Menschen nur noch die Hälfte ihrer Zeit arbeiten, würden auf einen Schlag ca. 40 Mio. Arbeitsplätze frei werden, d. h. es gäbe nicht nur keine Arbeitslosen mehr, sondern es wären auch 35 Mio. Arbeitsplätze vakant. (et) Die physikalische Formel lautet: Arbeit (W) gleich Kraft (F) mal Weg (s), W=F x s. Die Physiker machen sich das immer leicht, setzten sich einfach mal hin, gucken anderen bei der Arbeit zu und zack 'ne neue Formel. (ho)

Aufmaß, das. Tolles Wort, von Architekten oft benutzt. (kf) Bevor der Handwerker in medias res geht, nimmt er mittels Zollstock und Wasserwaage (z. B. zur Übertragung von →Meterstrichen auf eine andere Wand) alle Maße auf, die für die kommende Arbeit zu berücksichtigen sind (Charlottenburger Wunder). (ho)

Auftraggeber, der. Kann entscheiden, wer den →Auftrag nimmt, wodurch seine Position zum Auftragnehmer klar definiert ist. (et)

Auftragnehmer, der. Kann nicht entscheiden, wer den →Auftrag gibt, wodurch seine Position zum Auftraggeber klar definiert ist. (et)

 B

Badewanne, die. Die wohl sinnlichste Erfindung der Menschheit, sich waschen als Müßiggang, währenddessen lesen, rauchen (Zigarette) und Kaffee trinken; beliebter Aufenthaltsort der Bauphilosophen. (ho)

Bau, der. Urgrund. Hauptsächlich fester. Auf dem viele stehen. Bedingung und →Ursache. (et) Ohne Philosophie nicht denkbar. (ho)

Bauhaus, das. 1. Beliebter Heimwerkermarkt aus den 70er Jahren. 2. Beliebte Musikgruppe aus den 80er Jahren. 3. Beliebte Schule für Gestaltung aus den 20er Jahren. (kf)

Bauherr, der. Auftraggeber des Auftraggebers, solange er diese Position nicht selbst übernimmt. Damit (im durchaus aristotelischen Sinn) der unbewegte erste Beweger (sofern hinter ihm keine Frau steht: s. nächsten Eintrag). (et)

Bauherrin, die. Der eigentliche Chef auf jeder Baustelle, auch wenn er selten in Erscheinung tritt. (et)

Bauhütte, die. Seit dem frühen Mittelalter in Europa um eine Großbaustelle (z. B. Dombau) herum errichtete Werkstätten. Gäbe es am zukünftigen Willy-Brandt-Flughafen auch Bauhütten, wäre er wohl schon fertig. (ho) Abschließbare solide Hütten für Handwerker, um Pause zu machen oder Werkzeug vor Diebstahl zu schützen. (kf)

Bauleiter, die. Noch zu gebrauchende alte Holzleiter, die von alten Schlitzschrauben zusammengehalten wird und mit min. 6 verschiedenen Farben beschmiert ist. (kf)

Bauphilosoph, der. Von Hermann Jan Ooster am Mittwoch, dem 18. August 1993 auf der nervigen Valkova-Syndrom-Baustelle kreierter Begriff, um so vor der Auftraggeberin eine Distanz zu wahren und nicht mit Hansi-Blöd-vom-Bau in einen Topf geschmissen zu werden. (ho)

Bauphilosophen, die. Unteilbare Dreiheit. Nach dem 1. Hauptsatz der →Bauphilosophie können Bauphilosophen weder erzeugt noch vernichtet werden. Weder kann irgendein Mensch Bauphilosoph werden, noch kann sich ein Bauphilosoph wieder in einen Menschen verwandeln. Es ist also sozusagen eine andere Daseinsform, vergleichbar einer gebrochenen Dimension oder einem Paralleluniversum. Allerdings gibt es gewisse "Quantenübergänge", die in der Lehre der Bauphilosophie genauer ausgeführt werden. (et)

Bauphilosophische Gebote, die.

Machma
Ach Scheiße !
Wat´n´dat ?
Kannzema...?
Wo is´n...?
Hammwa...?
Hassema...?
Hmh
Keen Bock mehr. (bp)

Bauschaum, der. Höchstflexibles Bauhilfsmittel - auch PU-Schaum genannt - kommt hauptsächlich im Altbau zum Einsatz. (Improvisieren). (kf)

Baustelle, die. Eine Baustelle ist die logische Negation einer →Wohnung. (sc)

Baustopp, der. Der B. tritt ein: 1. wenn der/die Bauherr/in die vereinbarten Zahlungstermine nicht einhält; 2. durch so genannte "höhere Gewalt" wie Erdbeben, Wasserrohrbruch, geiles Badewetter, Lustlosigkeit; 3. wenn der →Auftrag abgeschlossen ist. (ho) Durch oft undurchschaubare Begebenheiten kann es zum Baustopp kommen, das aktuellste Beispiel ist der neue BER-Flughafen in Berlin. Die Konsequenz daraus ist, daß alles um ein vielfaches teurer wird und die Verantwortung dafür solange hin und her geschoben wird bis keiner mehr durchblickt. (kf) Man ernennt so oft neue Vorstände und schmeißt die Leute raus, die noch einen Plan hatten, dass keiner mehr weiß, wer jetzt eigentlich wann für was die Schuld trug. (et)

Beruf, der. In der →Regel eine Tätigkeit, die eine, natürlich nur staatlich anerkannte, Ausbildung erfordert. (ho) Ausnahmen werden nicht geduldet. (et)

Bleistift, der. Eines der 3 (oder 4?) Essentials. Die anderen beiden sind der →Akkubohrer und der Zollstock. Als 4. Essential käme das Sandlot in Frage, aber diese Zuordnung ist noch heftigst umstritten. (et)

Blauer Montag, der. Im Mittelalter waren die Handwerksmeister gehalten, ihren →Gesellen montags eine gesellige Runde mit viel Bier zu finanzieren. Arbeiten war nicht angesagt. Diese löbliche Sitte hat sich im Gegensatz zu den Handwerksmeistern heute leider nur noch bei Handwerksgesellen erhalten. (ho)

Blaue Woche, die. Wenn der blaue Montag ausartet, kann eine Blaue Woche daraus werden. (kf)

Bronzener Schnitt, der. Der Bronzene Schnitt war vor der Eisenzeit das am häufigsten genutzte Baumaß, wird heute nur noch selten angewendet, es sei denn im Altbau. (kf) Erfreut sich aber in Zeiten zunehmender Rohstoffknappheit wieder wachsenden Interesses. (et)

bündig, (Adj.). Einer der schönsten und wichtigsten Begriffe auf dem Bau. Das heißt zwei Dinge so zu verbinden, daß keine Unebenheit zwischen diesen mehr besteht. Dieses Wort löst unter allen →Kollegen große Zufriedenheit aus, heißt es doch: ‘hey, da haben wir aber gut gearbeitet, wa!?’. (ho)

 C

Café, das. Häufiger Aufenthaltsort zur Vor- oder Nachbereitung einer Baustelle, manchmal auch während. Hier treffen sich →Bautheorie und →Baupraxis, meistens mit dem Ergebnis, daß hinterher alles wieder anderes ist als vorher gedacht. Ebenso häufiger Ort der →Erstellung eines Kostenvoranschlags vorher wie der Rechnung danach. (et)

C-Profil, das. Heißt so, weil es im Profil wie ein C aussieht. Ohne C-Profil macht →Trockenbau keinen Spaß. (kf) Die →Profile gibt es in Stärken von 5, 7,5 und 10 cm, und werden oben und unten in die →U-Profile eingeschoben, damit sie nicht in der Gegend rumeiern und nur noch durch →Luftschrauben zu befestigen sind. Cs befinden sich normalerweise in vertikaler Position, also vom →Boden zur →Decke und umgekehrt. (et)

Charlottenburger Wunder, das. Da war eine Altbauwohnung, altbauiger geht es wirklich nimmer, in Berlin-Charlottenburg direkt gegenüber vom Schloß im Jahre 1988; kein →Winkel stimmt, die Wasserwaage rastet aus, überall herrscht die →Vage Ebene, das →Lot ist verwundert, der handwerkende Mensch nicht minder. Und dieser →Mensch macht nun ein Aufmaß für →Holz-, →Rigips- und Sperrholzwände und abzuhängende Ebenen, Bohlen etc. Er läßt sich nicht unterkriegen, er macht „einfach mal hinne.“ Nach drei →Stunden ist das Aufmaß ausgerechnet, dann ab zur Schreinerei und zurechtsägen lassen. Am nächsten Tag der Transport zur Baustelle; wir haben nur diesen einen Tag zur →Montage, das war Bedingung: und alles passt! Nach zehn Stunden sind wir fertig und haben verdammt gut verdient. Das war das C. W., intern auch Zehweh genannt. (ho)

 D

Daumenschraube, die. Mittelalterliche Schraube, heute nur noch in Diktaturen gebräuchlich. Auf dem Bau verboten, kann man sich die Finger mit klemmen. (ho)

Deichbau, der. Vom Bauphilosopen Kerl Fieser auf Wangerooge erfundener Erdbau, in dem er seitdem haust und nur noch „Deichwart“ genannt werden will (ho). Diese von (kf) gefundene Berufung wird von (ho) vehement abgelehnt, weil er der Deichhauptmann sein will. (et)

Dematerialisierung, die. Das Verschwinden bestimmter Werkzeuge in folgender Reihenfolge:

Cutter (Messer)
Zollstöcke
Bits
Bleistifte
Kreuzschlitzschraubenzieher
Putzeimer
Spachtel

Dematerialisierungen finden bei klarem Bewusstsein, aber immer ohne Kenntnis davon, zu jeder Zeit statt. Eine Transformation in Antimaterie wurde bisher nie bewiesen, daher kann nur das Modell der →Rotation eben dieser Werkzeuge angenommen werden. Als Beispiel dient hier die Freude über ein gutes, neues Werkzeug, was aus unergründlichen Quellen plötzlich am Arbeitsplatz erscheint, und somit den Gegenpol in der Rotationstheorie bildet. Es sei darauf hingewiesen, das die Rotationstheorie grundsätzlich negative Quantität besitzt. (kf)

Dichtung, die. Meist fehlt die Richtige und man muss wegen einer Dichtung zum →Baumarkt, da sonst nix funktioniert. 1. meist runder Ring aus Gummi oder hartfaserigen Werkstoffen um z. B. Schraubverbindungen wasser- oder druckfest zu bekommen. In den meisten Fällen hat man nicht die richtige Dichtung zur Hand und muss noch mal los. 2. schöngeistige, philosophische Betrachtung des Lebens. 3. Allgemeines Wort für anstehende abdichtende Maßnahmen. (kf)
Dichtung ist per Vers. (ho)

Die Reine Lehre. Feststehender Begriff. Da es drei Möglichkeiten gibt, diesen Ausruf in diesem Lexikon unterzubringen und es in dem Hauptgremium der (max) drei Bauphilosophen zu den drei möglichen Auslegungen dieser Aussage kam, wird dieser Text an drei Stellen zu lesen sein. Der Erste argumentierte damit, daß es sich um einen feststehenden Begriff handele, da es sowieso nur eine reine Lehre geben könne und es somit unter "D" eingeordnet werden müßte (s. Reine Lehre). (et)

Drehmoment, das. Der Moment nach einem anregenden Abend, an dem man sich in die Horizontale begibt und die Welt sich um einen zu drehen beginnt – also der Moment, wo man merkt, das man doch das eine oder andere Glas zuviel intus hat. (et) Durchrutscheinstellung für eine →Bohrmaschine, damit die →Maschine nicht die Schraube kaputt macht. (kf)

 E

Einkaufen, das. Elementare Tätigkeit - ohne Einkauf keine Arbeit oder -E = -A -- Paradoxon, weil es ebenfalls von der Arbeit abhält; E = -A -- IKS - erfordert Fachwissen und Fachwörter. (kf)

Energiesparlampe, die. Durch den Einsatz von Quecksilber in den Lampen eine eher fragwürdige Form von Energieeinsparung. (kf) Durch irgendwelche bösartigen, internationalen Machenschaften entstand im Laufe der Zeit ein Überschuss an Quecksilber. Weil das ganze nicht irgendwo in einem Dritte-Welt-Land ausgelagert werden konnte, entwickelte man die Energiesparlampe. Durch ebensolche bösartigen Machenschaften wurde die Lampe als notwendig angepriesen, um Energie zu sparen. Was das ganze noch für Spätfolgen auf Grundwasser, den →Menschen und die →Natur hat, ist nicht abzusehen, denn die Dinger landen irgendwann ja auf den →Müll. (ho/et)

Erstarrungsgesteine, die. Große Familie der Natursteine, die sich weiter unterteilt. Weil die Geologen sich bis heute nicht darüber einig sind wer wo hingehört. Dann machen sie wieder einen Kongreß und dann ist der eine Stein, der vorher zur Gruppe Gabbro gehörte auf einmal ein Basalt. Wie bei den Kosmologen: Mal ist der Pluto ein Planet und dann wieder nicht. Aber sind nicht alle Steine erstarrt? (ho)

Essential, das. Existiert nur als Bestandteil einer Dreiheit, ist somit eigentlich nicht ins einzelne Essential auflösbar. Das geschieht mitunter dennoch, wenn z.B. jemand ein bis drei Bestandteile der Essentials nicht dabei hat. Die drei Essentials sind: der Zollstock, der Bleistift und der →Akkubohrer. Gelegentlich wird von gewissen Abweichlern behauptet, die Dreiheit sei in Wirklichkeit eine Vierheit und die ganze →Bauphilosophie ohne das Sandlot überhaupt nicht denkbar. Wobei noch zu streiten wäre, ob denn das Sandlot als Essential zu betrachten wäre. Aber das sei mal dahingestellt. Allerdings werden von Hermann und Kerl weitere sieben E.s behauptet (→Eckventil, →Klebeband, Messer, Quirl, →Sackkarre, →Spachtel und →Wasser), was sich natürlich überhaupt nicht mit der →reinen Lehre verträgt und hier zwar geduldet, aber auf keinen Fall toleriert werden kann. (et)

 F

Farbe, die. Werkstoff. Meist pastöse Masse, die mit Hilfe von Pinsel, Rolle, Sprühgerät etc. auf waage- oder senkrechte Flächen aufgetragen wird. Farbenvielfalt = unendlich. (kf)Lese weiterführend zu diesem Thema: „Chroma“ von Derek Jarman. (ho)

Fenster, das. Wird u.a. benötigt, um →Licht hereinzulassen. Im Gegensatz zu modernen Neubaufenstern verlangen Altbaufenster erhöhte Aufmerksamkeit. Insbesondere bei älteren, meist sehr schweren und profilierten Fensterrahmen, ist es bei einer →Renovierung neben den Standardmaßnahmen auch oft nötig, sie zu restaurieren. (et) Partielle Negation in einem realen →Mauerwerk. (ho)

Flex, die. Böses, rotsilbernes Werkzeug, ihm wohnt inne der unberechenbare Gott Umin. Eine Ackermann-Flex ist ein elektrisches Arbeitsgerät zum trennen, sägen, schleifen und polieren. Es ist je nach Größe in verschiedenen Drehzahlen (U/min) erhältlich. (ho)

Fugen, die. Treten immer mal wieder auf, gewollt oder ungewollt. Werden entweder optisch entfernt = abgedichtet oder ausgekratzt. (et) Manches hat sich aber schön aneinandergefügt; und die →Fliese im →Fliesenplan sollte immer gleichmäßig gefugt sein. Noch schöner aber sind die Fugen von Johann Sebastian Bach. (ho)

Fussleiste, die. Gewöhnliche Bezeichnung: Sockelleiste. Während im →Neubau gewöhnlich nur noch vereinheitlichte Plastikleisten verlegt werden, verfügt der Altbau über eine weite Palette an unterschiedlich strukturierten Holzf.en, die meistens nicht mehr hergestellt werden, weshalb fehlende Leisten immer nur notdürftig ersetzt werden können, es sei denn, der Auftraggeber kann sich eine maßgeschneiderte Tischlerarbeit leisten. (et)

 G

Geometrische Probleme, G. P. entstehen bevorzugt dort, wo man vorher nicht an sie gedacht, sprich: gepennt hat. In diesem Zusammenhang gern gebrauchtes Beispiel: In eine ehemalige Altbauküche soll ein →Bad eingebaut werden. Die Innenmaße sollen so gewählt werden, daß die Badewanne an drei Seiten genau an den →Fliesen anliegt. Die Wanne soll auf einem Styroporträger aufliegen (Standard-Styroporduschwannenträger). Wenn die Wände (vorzugsweise aus Gipskarton) gestellt sind, stellt sich das geometrische Problem, wie man nun den Styropor-träger in die Ecke bekommt. Dieser ist zwar einige Zentimeter schmaler als die Wand der Längsseite, was aber weder ausreicht, den Träger im →Raum zu drehen noch ihn von oben einzusetzen, da die Höhe des Trägers etwa 55 cm beträgt und die Diagonale immer länger ist als die Längsseite. Was also tun? Entweder baut man den Raum um den Träger herum (was aufgrund des praktischen →Bauablaufs meist nicht möglich ist) oder man dimensioniert den Raum von vornherein etwas größer (= gegen die Vorgabe des Auftraggebers) oder man nimmt einen anderen Träger für die Wanne oder man sägt vom Träger schräg nach innen etwas vom Styropor ab, wodurch die Diagonale verkürzt wird und der Träger von oben eingesetzt werden kann. (et)

Gewerke, die. Es gibt derzeit 127 verschiedene Gewerke auf der Welt. (kf)

Gewerkehierarchie, die. Auf allen Baustellen evolutionsbedingte Handwerkshierarchie:

Steinmetz, Zimmermann, Maurer
Stukkateur, Fliesenleger, Elektriker
Glaser, Dachdecker, Ofensetzer, Tischler, Trockenbauer
Estrichleger
Maler
Betonbauer, Eisenbieger
Gerüstbauer
Klempner

Außer Konkurrenz sind: Restaurator, Polier. (ho)

Gipskarton, der. Ursprünglich aus einer um die Mittagszeit in Uschis Frittenbude (o. ä., genau weiß man es nicht mehr) etwa um 1930 (genauer Zeitpunkt unbekannt) beim Treffen mehrerer nicht namentlich bekannter Verputzer nach einigen Kurzen entstandenen Idee, den zeitraubenden →Auftrag eines mehrlagigen Putzes abzukürzen. Soweit man es den historischen Unterlagen entnehmen kann (wobei hier eigentlich nur noch die kryptischen Notizbucheintragungen von Carl →Rigips zur Verfügung stehen, der das Gespräch zufällig am Nebentisch mitbekam), ging es darum, dass es doch eigentlich sehr praktisch wäre, wenn man den →Putz horizontal auf eine Fläche auftragen und diesen nach dem Austrocknen in Platten schneiden und dann an die Wand kleben könnte. Mit dem Ende der →Mittagspause wurde die Idee aber als unrealistisch verworfen und die Putzer gingen wieder an ihre Arbeit. Carl Rigips dagegen ging die Idee nicht mehr aus dem Kopf und da er gerade →arbeitslos war, hatte er ausreichend Zeit, darüber nachzudenken und während er auf seine vor ihm liegende Stulle sah, die in Butterbrotpapier einpackt und ungegessen vor ihm lag, kam er auf den weit in die →Zukunft reichenden Gedanken, den Putz als Stulle zu sehen, der in Papier eingepackt wurde. Man müßte doch nur den durchgetrockneten Putz beidseitig in Pappe hüllen.
Orientierte sich die Plattendicke ursprünglich noch an den Mauermaßen, so kam bald die dünnere Platte für →abgehängte Decken und die imprägnierte Platte für Feuchträume hinzu und inzwischen gibt es Platten in vielen Größen und neuerdings sogar in der Dicke von 1 cm (statt traditionell 1,25 oder 0,95). Genießen aber konnte Carl seine →Erfindung nicht. Verarmt und hoch verschuldet starb er 1979 im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Staublunge (→Silikose). (et)

Granit, der. Ein Naturstein. Mein Liebling! Magmatisches Tiefengestein, besteht aus den Mineralen Feldspat, Quarz, Glimmer und – seltener – Hornblende. G. ist sehr vielfältig in seinen Erscheinungsformen, es reicht vom tiefschwarzen, sehr hartem und dichtem Schwarz-Schwedischem-Granit bis hin zum grobkörnigen brüchigen Strigauer. Granite, die in der Tiefe sehr langsam unter hohem Druck erkalten, zeichnen sich generell durch große Homogenität und Dichte aus. Granite, die an der Erdoberfläche erkalten, haben oft eine wunderschöne Flamme, d. h. die farblich unterschiedlichen Mineralien finden im Erkaltungsprozeß zueinander und bilden so oft sehr schöne Schlieren und Bänderungen im Stein. Man beißt halt auf Granit. (ho)

Grobspan, der. Sehr robuste Art von Holzplatte, ähnlich der →Spanplatte, nur eben mit grober Struktur, aus allen möglichen Holzresten verleimt und gepresst. Wurde als schnelle Holzwand oder Abdeckplatte entwickelt, ist aber inzwischen zu einem Designobjekt geworden. Abkürzung ist OSB was soviel heißt wie Oriented Strand Board, übersetzt in etwa: Platte aus ausgerichteten groben Spänen. (kf)

 H

Handwerker, der. Trägt grundsätzlich kariertes Hemd und 'nen Blaumann, ist nie dreckig vom Arbeiten und beherrscht mehrere Gewerke im Schlaf. Vollbartträger. (kf)

Hartmetall, das. In den Zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts suchte Osram nach einer neuen Metallverbindung für Glühlampenfäden und entdeckte hierbei das H. Es besteht aus Wolframkarbidpulver, Kobaltpulver und Titankarbidpulver. Je nach Verwendungszweck werden diese Bestandteile gemischt und noch einmal gemahlen. Diese Mischung wird gepreßt und bei 9oo°C vorgesintert. Dieses Material ist jetzt etwas härter als Kreide und läßt sich zu Formstücken arbeiten. Diese müssen der endgültigen Form entsprechen, jedoch ein Drittel größer sein. Bei 13oo°C - 16oo°C wird das Formstück fertiggesintert. Das Material schrumpft während des Prozesses auf die gewünschte Größe und erhält so seine Härte. Das H. zeichnet sich durch eine sehr hohe Schmiedefähigkeit, wie auch extremer Zähigkeit aus. Um den Vorteil des eben nicht gerade preiswerten H.-Werkzeug voll auszunutzen, muß unbedingt fachgerecht gearbeitet werden. H. wird bei Meißeln, Bohrern etc. als widerstandsfähige Spitze verwandt ("Widia"). (ho)

Höhlenmalerei, die. Setzt anscheinend vor ca. 40.000 Jahren in Asien und Europa gleichzeitig ein. Wodurch auch immer sie angefangen haben mag („Leonardo, hör auf, deine Krakeleien an die Wand zu taggen“), bilden die H. in Europa in einigen Höhlen Bewegung ab, d.h., wenn man an den Bildern vorbeigeht (in der Hand die sich mitbewegende Fackel), bewegen sich die Darstellungen mit dir und du siehst den Löwen im Angriff (z. B.). Sozusagen 3 D projiziert auf 2 D und das in höchster →Perfektion! (et)

 I

IKS-Haken, der. (s. X-Haken). Bezeichnendes Beispiel menschlicher Vollkommenheit. Flapsig auch als "Du hast keine Chance, also nutze sie" - Behauptung bekannt. (Pflicht - Zwischenprüfung an der →Bauphilosophen-Akademie). Ein I. tritt auf, wenn z.B. an einem Signalanlagen-Schaltkasten oder einem Bushaltestellen-Wartehäuschen ein Plakat klebt mit der Aufschrift "Plakate ankleben verboten" oder wenn (zugegebenermaßen etwas konstruiert) ein Satz aufgestellt wird, der da lautet: "Dieser Sats hat 3 Feler". (Über I. im Alltag siehe das Proseminar an o.a. Akademie im WS 2010/11 von Dr. Dr. z.b. Fieser mit dem Titel: "Granulat Oder Wie ich entdeckte, Fisimatenten zu entschärfen"). (et)

Improvisieren, das. Durch Unachtsamkeit gemachte Fehler wieder grade biegen. Nicht zu verwechseln mit →Pfusch am Bau ! (kf)

Innung, die. Nachfolgeorganisation der →Zunft. Ist heute, →Gott sei Dank, keine →Zwangskörperschaft mehr. Zusammenschluß auf lokaler, Landes- und Bundesebene von selbständigen Handwerksmeistern der jeweiligen Gewerke; heute Selbstdarstellungsbühne einzelner Handwerksmeister zur Pflege ihrer internen Intimfeindschaften. Sie soll die Interessen ihrer jeweiligen Gewerke gegenüber der Politik artikulieren, ist dabei aber ziemlich erfolglos. Im →Handwerk ist die I. der Tarifpartner der →Gewerkschaften. Ihr ist eine sehr solide Gewerkschaftsfeindlichkeit eigen. (ho)

 J

Jesusnägel, die. Sehr sehr große Nägel, die meist beim →Dachausbau Verwendung finden, um große Holzbalken/-bohlen sehr kompakt zu vernageln; ca. 20 cm lang. (kf)

Job (amerik. Englisch), der. Im Gegensatz zum Beruf (=Berufung), der doch besagt, eine Arbeit zu verrichten, die dem eigenen Interesse und der eigenen Leidenschaft entspricht, ist es demjenigen, der einem J. nachgeht, egal (oder es muß ihm aufgrund sozialer Ursachen egal sein) welche Arbeit er verrichtet, Hauptsache er verdingt sich. So jemand arbeitet mit einer «inneren Kündigung» in der Tasche. Deswegen heißt das Amt für die Arbeitlosen II. Klasse ja auch →Jobcenter. (ho)

Jurke, die. Berlinisch für 'nen ziemlich abgewrackten Gebrauchsgegenstand namens Automobil, dessen Schamgrenze sich soweit vom gerade noch ästehtisch Vertretbaren entfernt hat, das jeder dahergelaufene Bulle sich berechtigt glaubt, allein aufgrund des Anblicks des Wagens selbigen stillzulegen und der Schrottpresse zu überantworten. Dieser Begriff würde hier auch garnicht auftauchen, wenn es sich bei diesem speziellen Gefährt nicht gerade um ein →Bauauto handeln würde. (et)

 K

Kabel, das. 1. meist ein langer Strang aus →Kupfer um →Strom weiter zu leiten, wird mittels Kunststoffhülle isoliert um keinen gewischt zu kriegen. 2. Heidi - Hamburger Volksschauspielerin, sehr beliebt. (kf)

Kabelage, die. Oberbegriff für alle alten Kabelstränge, die im Altbau in den unterschiedlichsten Ausformungen vorkommen und im Zuge einer Elektroneuinstallation (→Elektrik) entweder entfernt oder stillgelegt werden. Beispiele für alte Kabelstränge sind kreuz- und quer verlegte Kabel knapp →unter Putz, auf Fußleisten verlegte Kabel oder die im Laufe der Jahrzehnte immer mehr anwachsenden Verkabelungen, die mit Vorliebe im Flur unter der →Decke verlegt wurden und von denen keiner mehr weiß, wozu sie mal gedacht waren. Oft genug vergehen deshalb mehrere vollständige Arbeitstage, um überhaupt erst einmal einen Überblick zu gewinnen. (et)

Kabelbinder, der. 1. Ausgestorbener Beruf, die Ausbildung zum Kabelbinder wurde etwa 1967 eingestellt, da andere Möglichkeiten der →Organisation von Kabeln entwickelt wurden. 2. einfaches Plastikteil, meist Einweg, mit dem man Kabel organisieren und binden kann, beim Zusammenziehen entsteht ein ratschiges Geräusch. (kf)

Kaffee, der. Besser bekannt unter der Bezeichnung →Baukaffee. Bis Ende 2007 auf Baustellen von Bauphilosophen getrunkenes Heißgetränk, das Bewußtseinstrübungen zur Folge hatte. Zum Beweis wurde bis 2007 der Baukaffee in diesem Lexikon unter dem Stichwort „Kaffee“ aufgeführt. Dem regelmäßigen Konsumenten von Baukaffee gerät in Vergessenheit, um welch unerträgliche Plörre es sich hierbei gehandelt hat. Seit 2008 kann Baukaffee wieder mit Kaffee gleichgestellt werden. (os)

Kantholz, das. 1. Meist im Querschnitt quadratisches dickeres Langholz zum Stützen/Ablegen von Lasten. 2. Von Immanuel Kant im Jahre 1789 in Königsberg erfundenes Werkzeug zur Abstützung seiner Gedankengänge; hat sich zwar in der Philosophie als wenig praktikabel erwiesen, im →Handwerk jedoch zu Kants Überraschung voll durchgesetzt. „Erstmal ein Kantholz“! Dieser Satz gehört auch zur Familie der Kantschen Imperative. (ho)

Kippe, die. ZigaretteKreuzberger Frühstück. (bp)

Kleber, alter, Eine der Unannehmlichkeiten auf dem Bau (besonders im Altbau) z. B. bei →Abrißarbeiten sind uralte Stoffe, weshalb man tunlichst mit →Handschuhen und →Staubmasken arbeiten sollte, was jedoch all zu oft nicht beherzigt wird. Eine Folge bei dem Kontakt mit einem nicht mehr bekannten →Bodenbelagskleber kann zu einer →allergischen Reaktion führen, die bei mir sogar zu einem Ganzkörperausschlag führte, dessen letzte Narben auch nach über einem Jahr noch zu sehen waren. Lerne: Bei irgendeiner uralten Scheiße kann man nicht vorsichtig genug sein! (et)

Kostenvoranschlag, der. Im Allgemeinen zu Beginn einer geschäftlichen Beziehung erstellte individuelle Kosten-/-Nutzen-Relation. Im Normalfall ändert sich der KV während des →Bauablaufes oder fällt auch schon mal nach der →Abnahme mit der Rechnung zusammen. (et)

Krach, der. entsteht durch: 1. zwischenmenschliche Differenzen (→Streit), 2. falschen Schraubenaufsatz (→Bit), 3. →Abrissarbeiten. (kf)

Kunde/Kundin, der/die. Auftraggeber/in, der/ die weiß was er/sie will und gegebenenfalls Beratung gegenüber offen ist. Im Gegensatz zu →Patient/in. (ho)

Kunst, die. Ältestes →Gewerbe der Welt (Höhlenmalerei); instinktives, sinnliches Tun des Menschen, um sich seiner selbst und seiner Umwelt zu vergewissern und sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Diese daraus geborenen Gedanken/Gefühle werden so in Dichtung, →Musik, Malerei, Tanz, Bildhauerei und →Architektur ausgedrückt. (ho)

 L

Lack, der. Meistens in zylindrischen Gefäßen erhältlich, die irgendwann umkippen und einen →Bauwitz initiieren. Völlig andere Bedeutung des Wortes im englischsprachigen Raum. (kf)

Lehre, Reine, die. Bauphilosophische Hauptlehre. Da es drei Möglichkeiten gibt, diesen Ausruf in diesem Lexikon unterzubringen und es in dem Hauptgremium der (max) drei Bauphilosophen zu den drei möglichen Auslegungen dieser Aussage kam, wird dieser Text an drei Stellen zu lesen sein. Der Zweite meinte, entscheidend sei doch die Tatsache, das es sich um eine Lehre handele (und somit dem Werden und Vergehen unterworfen) und somit nichts besonderes und deshalb sei es unter "L" einzuordnen (Reine, Die). (et)

Linoleum, das. Neben dem früher im Kunstunterricht gelehrten Linolschnitt kam L. v. a. in →Küchen als →Bodenbelag zur Anwendung, wurde jedoch inzwischen längst von PVC verdrängt. Will man heute L. verlegen, bekommt man es als →Fliesen nur auf Sonderbestellung, wobei es sich jedoch (besonders in Küchen) empfiehlt, lieber auf die Rollenform zurückzugreifen, da dann weniger Fugen anfallen. (et) Einer der schönsten und robustesten Bodenbeläge, erhältlich in unendlich vielen Farbtönen. Anschlüsse müssen verschweißt werden, danach wasserfest und nahezu unverwüstlich. (kf)

Lohn, der. Gemeinhin als Entgeld für eine geleistete Arbeit verstanden, wobei die Bezahlung manchmal auch in Form von Naturalien erfolgen kann. Die Bezeichnung variiert je nach ausgeübter Tätigkeit. So erhalten z. B. Manager und Staatsbedienstete ein Gehalt, das sich v. a. durch die Höhe vom gemeinen Lohn unterscheidet. Lohnformen sind: der →Stundenlohn, der →Stücklohn und der →Pauschallohn. (et) Lohn lohnt sich nicht. (ho)

Lot, das. (→Senkblei, Sandlot). 1. Hilfsmittel zur Orientierung für eine senkrechten Linie. Besteht meist aus einer Schnur, an deren Ende ein schweres Metallobjekt hängt. 2. Hilfsmittel für eine dauerhafte, dichte Verbindung zwischen →Metallen - wird durch Erwärmen flüssig. 3. Polnische Fluggesellschaft. (kf) 4. Lots Frau aus Sodom im Alten Testament, erstarrte, weil zu neugierig, zu einer lotrechten Salzsäule. (ho)

Luhser/in, der/die. Verachtete. Abgel. aus dem Engl.: „Loser“ (= Verlierer); der/die L./in ist ein Mensch, der/die sein/ihr Leben mit der Arbeit in →Staub, →Dreck ∓ Lärm finanziert. Er/Sie wird dafür von allen anderen zumeist verachtet, obwohl er/sie den Laden zusammen hält. Insgeheim wissen die Verächter dies auch...(ho)

 M

Maler, der. Euphemistische Selbstbezeichnung der Anstreicher. (ho)

Material, das. Ein passiver Gebrauchsgegenstand, mit dem sich v.a. Bautätigkeiten ausführen lassen. Dabei werden die verschiedenen M.ien, die sich an eher antiquittierten Orten finden lassen, nach unterschiedlichen Kategorien zusammengefaßt. Dies ist möglich, da die Anzahl der M.ien nicht unendlich ist und somit klassifizierbar. Hier geraten wir jedoch auf das Gebiet der begründbaren Materialkunde. (Eine Sonderheit stellen die neuen M.ien dar, da sie zumindest eine kurze Zeitspanne lang tatsächlich funktionieren). (et)

Materie, die. Besteht hauptsächtlich aus Nichtmaterie. Wenn man ein beliebiges Stück M. egal welcher Art in immer größer werdender Auflösung betrachtet, erkennt man immer weniger M., dafür aber immer mehr leeren →Raum zwischen den einzelnen M.teilchen. Demnach ist ein Materialist genau betrachtet ein ziemlicher Luftikus. (et)

Mauerwerk, das. Allgemeine Bezeichnung für das koordiniert gemörtelte Zusammentreffen von z. B. Ziegeln oder Kalksandsteinen. (kf) Oh das M. ist ein weites Feld beziehungsweise eine hohe Wand. Es gibt je nach Materialien (Lehm, →Ziegel, →Beton, Naturstein etc.) so viele unterschiedliche Mauerwerke: Kreuz-, Verbund-, Zyklopen-, Schichten-, und dann auch noch das Fachwerk, von dem auch wieder diverse Arten existieren. (ho)

Messer, das. Unverzichtbares Werkzeug (s. Essential). (kf)

Mobbing (engl.), das. Neues Wort für Hänseln - ein Wort aus der Schifffahrt - kommt von der Hanse. (kf) M. ist eine →Naturkonstante und schon im →Universum an sich angelegt. Erst wird man aus dem Mutterbauch gemobbt, später aus der Arbeit (→arbeitslos) und schlußendlich aus dem Leben. (et)

Möbelfüsse,die. Mit Hilfe von Abklebeband komplett beklebte Schuhe, die eigentlich nicht zum Arbeiten auf Baustellen bestimmt sind. Das Abkleben verhindert jegliche Art der Verschmutzung. (kf)

Moebius-Schleife, die. Eine aus Kunst und Mathematik bekannte Konstruktion, die entsteht, wenn man einen Streifen Papier um 180° gedreht an den Enden zusammenklebt. Der so entstandene Streifen hat nur eine Seite. So ähnlich fühlt man sich an manchen →Montagen oder bietet sich einem optisch bei zu häufiger Verwendung des Sandlots auf Baustellen. Von den philosophischen Implikationen her verwandt mit dem IKS-Haken. Es gibt auch Theorien, die das noch unverstandene Phänomen der Dematerialisierung darauf zurückführen wollen, das Materie und Antimaterie bzw. Universum und Paralleluniversum über eine M-S. verbunden sind, was auch das plötzliche Erscheinen guter, neuer Werkzeuge am Arbeitsplatz erklären könnte (Rotationstheorie). (et)

Museum der Ausgestorbenen Berufe und Werkzeuge, das. Geplantes, von der →Bauphilosophischen Akademie noch einzurichtendes Museum, denn durch den vollzogenen technologischen Wandel, sterben viele Berufe, so wie deren Fertigkeiten und Werkzeuge, aus. Doch sind dieses Wissen und diese Werkzeuge ein kulturelles Erbe der Menschheit. (ho)

 N

Nacharbeiten, das. Leidiges Thema, da meist vorhanden. (kf)

Naturstein, der. Sammelbegriff für alle in der Natur vorkommenden Gesteine. Man unterteilt sie je nach ihrer Petrogenese (griechisch: „Ursprung des Steins“, also ihre geologische Entstehung) in →Sedimentgestein, in Erstarrungsgestein sowie →Metamorphe Gesteine. (ho)

Neu. Oberbegriff für gerade eben erworbene Gegenstände. Im Sinne von: ein neues Werkzeug, neues Material. Der seltene Moment auf der Baustelle, wo für einen kurzen Moment lang etwas funktioniert. Manches sehr kurz, manches sogar sehr lange. Wobei das Material etwas schneller verbaut wird als das Werkzeug, von dem schon hier und da was ver- wie eingebaut wird und somit verschwindet. Auf diese Art kann es bei Abbrucharbeiten auch wieder auftauchen; dies ist mir aber erst einmal passiert. Danach war das Werkzeug allerdings nur noch bedingt einsatzbereit. (et)

Nivellierestrich, der. Sich selbst nivellierender →Estrich. (kf) In der →Theorie. In der →Baupraxis kommt es ständig zu Beulen und oder Vertiefungen. (et)

NN. 1. Nicht namhaft zu machender Mitarbeiter oder Angestellter der →Handwerkskammer Berlin, dessen Tätigkeit darin besteht, Anzeigen auf verdächtige Inhalte zu durchforsten und bei Verdacht auf Schwarzarbeit das →LKA zu informieren. (et) 2. Normal Null, die. Wichtiger mathematischer Wert der Skalierung optimierter Ausgleichung zwischen Minus und Plus. (ho)

Nut und Feder, Auf allen Baustellen der Welt beliebtes imaginäres Komikerduo, das den oft drögen →Baualltag etwas auflockert. (kf) Das ist der lesbische Sex (denn es heißt ja die Diele) zwischen zwei →Dielenbrettern, denn es verbindet sie sehr. (ho)

 O

Ochsenblut, das. 1. im Mittelalter verwendet zur Herstellung von Ochsenblutwurst. 2. In der Neuzeit bräunlichroter pilzbefallhemmender robuster Lackanstrich für Holzdielen, der die teuren 16er Schleifbänder beim Bodenabschleifen im Altbau absorbiert. (kf)

Ofen, der. Im Altbau immer noch in Form des Kachelofens anzutreffen, obwohl dieser heute langsam verschwindet, da durch die Umstellung des Heizens mit Kohle auf Gas oder Öl immer mehr Öfen abgerissen und durch modernere Heizungen ersetzt werden. Fristet sein Dasein vorwiegend durch seine äußere Erscheinung, d. h. je schöner er aussieht, desto eher hat er eine Chance, nicht abgerissen zu werden. Alternativ gibt es auch fertige offene Öfen, die als Stück in den Wohnraum gestellt und mit →Holz geheizt oder mit gefaketem Feuer an die →Steckdose angeschlossen werden. (et)

organisieren, (Verb). Jede Baustelle sollte irgendwie organisiert werden. Immerzu muß jemand los, um was Fehlendes zu o. Manchmal stellt sich dieses O. hinterher überraschend als Planung heraus. (ho)

 P

Pantograph (griechisch: pantographéin = alles zeichnen), der. (auch: →Storchschnabel), veraltetes Werkzeug zur Vergrößerung bzw. Verkleinerung von Bauplänen u.ä. Heute kann das jeder Kopierer in Sekunden. Der P. war DAS Arbeitsgerät des antiken Berufes "Technischer Zeichner" (Sandlot). (ho)

Philosophie (griechisch: Freunde der Weisheit), die. Die einfachsten, banalsten, höchsten, wichtigsten, trivialsten und immer wieder neu oder anders beantworteten Fragen der Menschheit von ihrem Anbeginn an nach dem Sinn des Lebens und dem Haarausfall, dem Ursprung des Universums und dem Ekel vor dicken, schwarzen Spinnen; warum in den alten sumerischen Königslisten die Könige „vor der Flut“ Zehntausende von Jahren regieren konnten und wo überhaupt all die Menschen herkommen, wenn von Adam und Evas Nachkommen nur Kain übrig blieb; wieso es in so vielen Mythen Drachen gibt, obwohl noch nie einer gesichtet wurde und wieso es sprachlich von den Deutschen keine weibliche Form gibt (von allen Ländern, die auf –land enden, gibt es die –länderinnen, nur von Deutschland nicht) – um all diese wirklich entscheidenden und bewegenden Probleme und noch viele mehr kümmert sich die Ph. (et)

Pi mal Daumen. Universalmaß für laxe Berechnung der Baumaße (s. →Japaner). (kf)

Pinsel, der. Meist ein rundes Stück →Holz oder Kunststoff, an dessen Ende Borsten befestigt sind. Zum Auftragen von Farbe, Lasur, Dichtstoffen etc. Pinsel gibt es in etwa 321 verschiedenen Ausführungen, den Rasierpinsel eingeschlossen. (kf) Einfaltspinsel gleich Ausfallspinsel. (ho) Erfunden von P.[ierre oder Pascal] Insel am 17.3.1784. Das Datum ist deshalb so genau bekannt, weil Insel seine Erfindung unbedingt patentieren lassen wollte. Da es aber noch kein Patentamt gab, hat er dieses gleich mit erfunden und als erster Direktor seit 1787 dem frz. König zusätzliche Einkünfte verschafft, die dieser allerdings nur noch zwei Jahre genießen konnte. Der König überlebte die Revolution nicht, das Patentamt schon. Insel starb völlig verarmt hoch betagt im Juli 1815. Seine Memoiren erschienen in einem nur kurzlebigen Verlag in Paris und gelten als verschollen. (et)

Planung, die. Ist oft für'n Arsch und manchmal klappt sie auch überhaupt nicht. (et)

Polier, der. Der P. ist der Herr der Baustelle, er koordiniert alle auf einer Baustelle tätigen Gewerke. Wie dem →Bauleiter fallen ihm auf Antworten des →Architekten noch mehr Fragen ein. Für 1,75 DM mehr Lohn (1984) hat der P. 1oo% mehr Ärger. (ho)

Putzästehtik, die. Schöngeistige Betrachtung der vorgenommenen Putzarbeiten, meistens im Beisein des Bauherrn. (kf)

 Q

Quadratmeter, der bzw. die. Notwendige Einheit im Kostenvoranschlag bzw. der Rechnung, sofern nicht auf →Stunde abgerechnet wird. Ansonsten nicht weiter aufregend. Glücklicherweise genormt. Jedenfalls gibt es noch keinen Quadratmeterstrich. (et)

Quadratur des Kreises, die. Jedes Quadrat definiert per se einen äußeren und einen inneren Kreis, wie auch jeder Kreis per se ein äußeres und ein inneres Quadrat definiert, hier spricht man allerdings von der Kreisur des Quadrats, womit dieser Gegenstand hinreichend erklärt ist. (ho)

Quirl, der. Fast ein Essential, dient zum vermischen der verschiedensten →Bauchemie-Komponenten; muss sofort nach Gebrauch gereinigt werden, da sonst bald ein neuer gekauft werden muss. (kf)

 R

Rechnung, die. Enthält in der Regel die gleichen Positionen und den gleichen Endbetrag wie der Kostenvoranschlag. Da sich dieses Lexikon im Wesentlichen auf den Altbau bezieht, kommen hier also Budgetüberschreitungen, wie man sie aus Neubauprojekten kennt (KV = 10 Mio.; Rechnung = 25 Mio.) nicht vor. (Vielleicht könnte man daraus die Regel ableiten: je höher der KV, desto prozentual höher die Rechnung - aber das ist eine andere Baustelle). In Anbetracht einer weiteren Regel aus der Altbaumodernisierung, -renovierung möchte man hin- und wieder Rechnungen stellen, die wohl vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand hätten wie: ständige Nervereien von Seiten des Bauherrn (oder realistischer: der Bauherrin): 30 Stunden oder "keine telefonische Erreichbarkeit zwecks Absprache des weiteren Vorgehens" = pauschal 150 EUR oder "aufgrund ständig wechselnder Vorstellungen der Bauherrin mehrfache Überarbeitung desselben Gegenstandes" - Schmerzensgeld Euro 1000,- oder oder oder. Der Phantasie ist diesbezüglich keine Grenze gesetzt, da ist der →Baualltag vor. Generell und pauschal bleibt nur zu konstatieren: wir arbeiten grundsätzlich unter Wert! (et)

Rechtwinkelbohrer, der. Letztes Zeugnis einer →durchgeknallten Bohrmaschine, aber nun ist es auf einmal möglich, rechtwinklige Löcher zu bohren (→Luftbohrer). (ho)

ReFlex, der. Bezeichnung für das Fallenlassen einer Flex bevor Umin sein Opfer einfordert. (ho)

Reine Lehre, die. Gelöbnis. Da es drei Möglichkeiten gibt, diesen Ausruf in diesem Lexikon unterzubringen und es in dem Hauptgremium der (max) drei Bauphilosophen zu den drei möglichen Auslegungen dieser Aussage kam, wird dieser Text an drei Stellen zu lesen sein. Dem Dritten konnte es partout nicht abgewöhnt werden, ständig von der "Reinheit" zu schwafeln, aber um des lieben Friedens willen wurde es auch unter "R" eingereiht (Lehre, Die). (et)

Reinkarnation, die. Kann man als Zange wiedergeboren werden ? Mehr Informationen darüber findet man in den verschiedenen Mysterien der einzelnen Religionen. (kf)

Rotationstheorie, die. Hat was mit Werkzeugen zu tun, die sich im Laufe ihrer Tätigkeit auf Baustellen dematerialisieren (geklaut werden) und danach von Baustelle zu Baustelle rotieren. Wenn man Glück hat, sieht man sein verschwundenes Werkzeug irgendwann wieder (bisher noch nie geschehen, daher Theorie). (kf)

 S

Sand, der. Auf allen Erdteilen (z. B. „Ich hab noch S. in den Schuhen von Hawaii“) en masse natürlich vorkommender, universell einsetzbarer →Werkstoff in allen nur denkbaren Körnungen aus Silizium. Ohne S. kein →Beton, ohne S. kein →Mörtel, ohne S. kein →Schleifen, ohne S. kein Sandmännchen. Also, wer den Sand nicht ehrt, hat auf Sand gebaut und seinen Verstand in den Sand gesetzt. Im →Bauwesen differenziert man zwischen Feinsand (bis 0,2mm Körnungsdurchmesser), Mittelsand (bis 0,6mm) und Grobsand (bis 2,0 mm); scharfkantiger Sand wird für alle Schleifvorgänge benötigt →Sandpapier. (ho)

Sandlot, das. Antikes Werkzeug auf der Grundlage des →Goldenen Schnitts. Vereinigt die Funktionen von Lot, Pantograph, Schmiege, Wasserwaage und →Winkel.
Die erste Beschreibung eines Sandlots finden wir im Papyros von Baalbek, das 19o2 in einem aramäischen Seefahrergrab von dem dänischen Archäologen Ole Snörre Asmussen (1867-1935) gefunden wurde. Der Papyros befindet sich heute in der Dänischen National-Bibliothek zu Kopenhagen. Diese erste Beschreibung eines Sandlots warf in der Wissenschaft zwei fundamentale Fragen auf, zum einen die Frage: fand das Sandlot in der frühen Antike eine nautische, dem Astrolabium vergleichbare Verwendung, zum anderen - bezog sich doch diese erste Beschreibung detailliert auf eine elamitische und ebenso auf eine akkadische Sandlotkonstruktion - gab es das Sandlot also schon vor 18oo vor Christus? Im Papyros von Baalbek, nach der Radiocarbonmethode datierend aus dem Fünften Jahrhundert vor Christus, wird das Sandlot mit einem aramäisch-hebräischen Terminus als "Thomahedom" bezeichnet (dt. etwa "Roter Zwilling"), was den allgemein anerkannten Rückschluß zuläßt, daß das Sandlot ehedem aus Kupfer gefertigt war. Der Scholastiker Tarentius von Benevent (385-452) erwähnt das Sandlot in seiner Schrift "De Rerum Ferramentorum" ("Über die Eisengeräte", was darauf schließen läßt, daß er das Sandlot nun schon als eisernes Werkzeug wenigstens vom Hörensagen her kannte) mit dem frühlateinischen Terminus "Libra harenica" (dt. etwa "Sandwaage") und spricht in diesem Zusammenhang von einer "stégastron" (gr.: Umhüllung) dieses Begriffes, wie auch des Gerätes selber, was im heutigen Sinne einer Tabuisierung entspricht. Bemerkenswert ist auch, daß Tarentius von Benevent wohl zum erstenmal in der Literatur das scheitelnde "Mutterauge" des Sandlots (Oculus Matris) erwähnt. Dies erklärt, warum die Kenntnis über das doch wohl epochale Werkzeug Sandlot in der hellenistisch-römischen Ära verloren gegangen ist, oder sich doch nur in Geheimzirkeln, wie etwa den Pythagoräern von Syrakos, erhalten konnte. Nun stellt sich die erratische Frage, weshalb erfuhr das Sandlot seine Tabuisierung? John Bedarfski, Professor für angewandte und historische Instrumentologie an der University of Palm Beach verweist in einem Artikel für die "American Monthly Tool Review" 9/91 auf Aristoteles, der seinerseits behauptete sich hierbei auf Herakleitos berufen zu können, das Sandlot stünde in einem direkten Zusammenhang mit der Suche nach dem "Lógos xynos" (dem alles verbindenden Wort). Diese Formel, lógos xynos, war in hohem Maße magisch und religiös (religio = Rückbindung) besetzt, so daß nur Eingeweihte, also Priester, Seherinnen und hohe Mitglieder philosophischer Schulen, hiervon Kenntnis haben konnten. Nach Bedarfski ist die Tabuisierung nach dem Umbau der Akropolis von Athen (Baumeister Phidias) entstanden, denn nachweislich weisen alle Meßpunkte innerhalb wie außerhalb der Tempelanlage auf den Gebrauch eines Sandlots hin. Perikles (5oo-429 v.Chr.), der als gewählter Strategos von Athen den Um- und Neubau der Akropolis zur Erreichung der Vollbeschäftigung in →Auftrag gab (um ihn mit delischen Silber zu bezahlen!), kannte selbstredend das Sandlot, in dessen Geheimnisse er von Phidias eingewiesen wurde. Phidias' neun Meter hohe Goldstatue der Athena Promachos ist das wohl eindrucksvollste Kunstwerk sandlotischen Handwerksverstandes in der Antike. Die Akropolis wurde ab 454 v. Chr. zum religiösen (und damit auch zum nationalen) Mittelpunkt ausgebaut. Zu erwähnen wären das Parthenon (447-432), die Propyläen (437-432), der Nike Tempel (425-421) und das Erechtheion (421-4o6). Auf einem Ostarikon fand der schweizer Gräzist Hugo Domodossola 1923 einen Hinweis über den Bannfluch des Areopagons im Bezug auf das Sandlot. Archilotophagos von Syene (398-323 v.Chr.) berichtet in seiner "Perikleia", daß Perikles nach Vollendung der Akropolis den Gebrauch des Sandlots verbieten lassen wollte, um so auf ewig zu verhindern, daß irgendeine andere griechische Polis oder gar Barbaroi technisch in die Lage versetzt wurden etwas vergleichbar Vollendetes zu schaffen. Klar wird hier, wie Perikles nun auch auf künstlerisch-architektonischen Gebiet für Athen ein unangefochtene Vormachtstellung sichern wollte. Hierauf kam es zum Streit mit Phidias, der von Perikles wegen angeblicher Unterschlagung mehrerer Talente Goldes und Elfenbeins bei den Archonten angeklagt wurde. Phidias floh auf die Peleponnes und arbeitete nachweislich in Olympia - selbstredend mit einem Sandlot! Wir müssen davon ausgehen - auch wenn es hierfür keine bisher aufgefundenen Zeugnisse gibt - daß auch die Pyramiden des Cheops und des Chefren nicht ohne Sandlot konstruiert werden konnten.
LITERATURANGABEN: Tarentius von Benevent: Opera Mundi, Zürich 1913, Archilotophagos von Syene: Perikleia, Leipzig 1924, John Bedarfski, in: American Monthly Tool Review 9/91. (ho)

Sandpapier, das. Wenn man kleine Sandkörnchen mit →Kleber auf ein robustes Stück Papier klebt, erhält man Sandpapier, mit dem man Oberflächen schleifen kann (s. Schmirgel). (kf)

Schmerzen, die. Neben den üblichen Schnittverletzungen, Fingerhaut in Zange einklemmen etc. hat →Mensch auf dem Bau vor allem →Knie, →Rücken und →Schulter. Beliebt sind auch →Sehnenscheidenentzündungen, Verspannungen und Zerrungen. (et)

Schmiege, die. Von 1° bis 359° verstellbarer Winkel. (s. Sandlot). (ho)

Schmirgel, der. Auch tschechischer Männername (nach Jiri Smrgl - Erfinder des gleichnamigen Materials - um 1814 -). Material zum schleifen/abschleifen von Oberflächen. Trägermedium ist ein Gewebe, was dem Schmirgel Stabilität verleiht. (kf)

Schnellbauschraube, die. Gewöhnlich schwarze Schraube, die im →Trockenbau verwendet wird, die entweder über ein feines (für die →Stahlprofile) oder ein grobes Gewinde (zum Befestigen von Gipskarton an →Holz) verfügen. Worauf sich die Bezeichnung „Schnellbau“ bezieht, ist nicht ganz klar. Vielleicht ist damit die Schnelligkeit gemeint, mit der man die Schrauben eindrehen kann (so gibt es Bohrerpistolen mit Schraubengurten, mit denen man die Schrauben regelrecht in die Platten schießt), vielleicht ist es auch nur ein Synonym für den Trockenbau, da der die schnellste Art darstellt, eine Wand zu errichten. (et)

Schraube, die. Hilfsmittel zur immer wieder lösbaren Verbindung zweier oder mehrerer Werkstoffe. Erscheinungsform sehr vielfältig: Spax-, Kreuzschlitz-, Schlitz-, →Rigips-, Messing-, →Holz-, Sechskant-, Halbrundkopf-, Gewinde-, Daumenschraube usw. (kf)

Silberner Schnitt, der. Im Gegensatz zum →Goldenen oder dem →Bronzenen Schnitt stellt der S. keinen festen Wert da, sondern ist von der Geometrie des Raumes bestimmt. Während man bekannterweise im →Neubau von einigermaßen →rechten Winkeln ausgehen kann, gestaltet sich das im Altbau anders bis hin zur gefühlsmäßigen Aufhebung aller →Winkel. Der S. lässt sich am besten anhand eines Beispiels charakterisieren. Die →Aufgabe besteht darin, einen →Dielenboden zu verlegen. Nun ist der →Boden nicht eben und die vier plus x Wände ergeben im Verhältnis zueinander eher eine schiefe Raute als ein Rechteck. Der Raum ist etwa 12 x 5 m und ebenerdig. Als zusätzliche Herausforderung befindet sich etwa im Goldenen Schnitt des Raumes ein 1 x 2 m großes WC, dessen Boden bereits den Unebenheiten angepasst ist. Der Dielenboden soll nun gleichmäßig eben wirken und sich an die Höhe der WC-Boden-Oberkante angleichen. In diesem Fall ist alles →Messen nur noch fehlerbehaftet und sollte tunlichst vermieden werden. Hier heißt es, den →Gefühlten Winkel kurzerhand zu behaupten und nach diesem zu verfahren. Entscheidend ist nur noch die →Wirkung, nicht der vermessene →Raum. (et)

Silikon, das. Gummimasse zum wasserdichten Abdichten von z.B. Fliesenübergängen. Wird Mithilfe einer pistolenartigen Vorkehrung durch ein schräg geschnittenes Röhrchen aufgetragen. Bevor es den Fugi gab musste man 'nen Eislöffel, den Finger oder 'nen komischen Gummispachtel zum Glätten der Fugen benutzen. (kf) Merkwürdige Frauen benutzen es noch für was ganz anderes, leiden wahrscheinlich an Gehirnsilikose. (ho)

Standard-Styroporduschwannenträger, der. Grosses Geheimnis der Styroporhersteller, wird nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen. (kf)

Stein, der. Früher notwendiges Material beim Hausbau. Wird bei den heutzutage aufgeschäumten Neubauten nur noch selten verwendet. (et)

Stein der Weisen, der. Der Heilige Gral aller Materie, ein →Geist. 1993 von den Bauphilosophen auf einer nervigen Baustelle in Zeuthen gefunden, und da sie diesen Besserwisser nicht verstanden und er ihnen mit seinem ewigen Weisheitsgelaber auf die Nerven ging, haben sie ihn auf einer anderen, geheimen Baustelle für immer vergraben und damit mundtot gemacht. (ho)

Steinmetz, der. Neben dem Bogenbauer, Bootsbauer, Fallensteller, →Maurer und →Zimmermann einer der ältesten Handwerksberufe der Welt. (et) Der edelste, feinsinnigste und holdeste aller Handwerker, Begründer des Dombaus und des →Freimaurertums, daher →Gott-gleich. Aus diesem Beruf entwickelte sich auch der →Architekt. (ho) Somit ist Imhotep der älteste bekannte S. (et) Ne, ne noch älter als der genannte Pyramidenmaurer ist Gilgameš, der Erbauer der Stadtmauer von Ur. (ho)

Sturz, der. Müsste eigentlich Nicht-Sturz heißen. Wenn sich ein Loch in einer Wand befindet (z. B. ein →Fenster oder eine →Tür), dann besitzt der über diesem Loch befindliche Teil der Wand aufgrund des Gravitationsgesetzes die blöde Angewohnheit, in dieses Loch hineinstürzen zu wollen. Um das zu verhindern, wird über die beiden Lochseiten oberhalb ein Balken aus →Holz, →Stahl oder →Stahlbeton gelegt, wodurch nun nichts mehr stürzen kann, der S. also tatsächlich und funktional ein Verhinderungs-Sturz oder eben ein Nicht-Sturz ist. (et) Geschichtlich wäre noch der „Prager Fenstersturz“ zu erwähnen. (kf)

Symbiose, die. Einige Beispiele aus dem →Bauwesen, die beweisen, daß es nur zusammen klappt:

Türblatt und Zarge
Maschine und Strom
Wasser und Eimer
Waschbecken und Abfluß
Therme und Gas
Kaffee und Zigarette (kf)
Hammer und Sichel (ho)
Bau und Handwerk
Wirt und Trinker (et)

 T

Tapete, die. Schlimme karnevaleske Kleidung aus bunt bedrucktem Papier auf unverputzten Wänden. (ho) Die schlichtere Variante bevorzugt weiß mit eingestreutem Holzraspel (→Rauhfaser). (et) Ins Französische übertragen: Tunte. (kf)

Theoriegebäude, das. Gibt es in der Praxis nicht. Schon gar nicht in der →Baupraxis. (ho)

Theorem vom Montag, das. Aus langjähriger Erfahrung gespeiste Behauptung, daß - in komprimierter Form - Montags immer alles das schief geht, was laut →Baumurphy nur schiefgehen kann, d.h. es fehlt bestimmt die Eine Schraube, oder von den vorhandenen 35 Schraubenschlüsseln hat sich garantiert der 13ner, den man dringend braucht, dematerialisiert, oder unter den hunderten von Dichtungsringen ist gerade der nicht dabei, der jetzt eigentlich vonnöten wäre oder oder oder. In seiner erweiterten Form behauptet das Theorem daher zwingend, daß an diesem Tage eigentlich nicht gearbeitet werden dürfte, weil man sonst den Rest der Woche damit verbringen kann, die Fehler wieder auszubügeln, die man am →Montag begangen hat. Der Haken dabei ist, wenn man am Montag nicht arbeitet, der Dienstag sehr schnell zum Montag werden kann. (et)

Traverse, die. Keine Ahnung was das sein soll, vielleicht ne Transe auf'm Bau ? (kf)

Trévolution, die. Heilige Einfalt der drei Bauphilosophen: évolution, révolution, absolution. (ho)

Tür, die. Physikalisch-materielle Sperre zwischen zwei Räumen. Ohne Zarge nicht vorstellbar. (Symbiose). (kf)

Turmbau zu Babel, der. Symbol für die Vermessenheit des Menschen, Türme in den Himmel zu bauen. Aktuelles Beispiel war das World Trade Center in New York. Die beiden Türme würden wahrscheinlich heute noch stehen, wenn neben Stahl, Glas und Gipskartonplatten auch etwas Beton verbaut worden wäre (z.B. als aussteifende Treppenhäuser). (et)

 U

UMIN. Name. Gott der 2ooo, 3ooo, 4ooo oder 6ooo Umdrehungen pro Minute (U/min) bei Flex- und Schleifmaschinen. Vor dem Umgang mit einem solchen Arbeitsgerät ist es sehr ratsam zu UMIN zu beten, denn ohne Gebet steigt die Gefahr der Selbstverstümmelung enorm. (ho). Bei umfangreicheren Flex- oder Schleifarbeiten empfiehlt es sich, einen kleinen Altar in einer Nische oder Ecke aufzubauen. Dabei ist von Opfergaben abzusehen, da UMIN sowieso hin- und wieder nach kleineren oder grösseren Fleischwunden lechtzt. Aber Vorsicht: reichst du ihm den kleinen Finger, nimmt er auch mal die ganze Hand ! (et)

Umleimer, (Reunankäänteenliimaaja), der. Geh mal in Helsinki in ‘nen →Baumarkt und versuche Umleimer zu kaufen, mit diesem Zauberwort klappts! (kf)

Unikatslehre, die. Vereinfachende Verkürzung der bauphilosophischen Lehre von der unverwechselbaren, einzigartigen und unbezahlbaren Identität der Individuen. Dabei spielt es keine Rolle, welche physikalische Erscheinungsform dieses Individuum aufweist, ob es sich also z.B. um →Wasser, Stein, Pflanze, Tier, →Mensch oder das gesamte →Universum handelt (→Bauphilosophie). (et)

 V

Valkowa Syndrom, das. Ist man auf der Baustelle einer dem astrologischen Wahn verfallenen Bauherrin ausgesetzt, die ihrem Schoßhündchen mehrmals täglich Hühnersuppe kocht und auch noch versucht jeden Handwerker anzumachen, führt das unweigerlich zum V. S., das heißt, die Betroffenen können einer Hühnersuppe kochende Frau nur mit existenzieller Aversion begegnen. (ho)

Ventil, das. Reguliert den Durchfluss von z. B. Flüssigkeiten – ist aber im Gegensatz zu einem elektrischen Schalter in der Lage, mehr als An(1) oder Aus(0) zu sein – das galt bei Schaltern allerdings nur solange bis der Dimmer erfunden wurde. (kf)

Verkofferung, die. 1. Wenn die Baustelle so mit Werkzeugkoffern vollgestellt ist, daß man garantiert nichts mehr findet. 2. Rahmen aus Gipskarton oder →Holz um ein →Fallrohr. (et)

Verteilerdose, die. Zubehörteil aus dem Bereich der →Elektrik. Hier kommt größer gleich ein Kabel an und geht größer gleich ein Kabel ab. Dazwischen liegt oft ein großes Fragezeichen. (et) Denn: was verteilt diese Dose? (ho)

Vorwandmontage, die. Unter einem Vorwand etwas montieren. (kf) Altertümliche Bezeichnung dafür, etwas vor einer Wand zu montieren. Man könnte diese Tätigkeit ja auch vor jemand anderem, dem Fernseher oder dem Schlafengehen ausüben (z. B.). Eingebürgert hat sich jedoch mittlerweile die Bedeutung von: eine Wand vor einer Wand montieren, was sich auf den ersten Blick als ziemlich bescheuert anhört, weil ja schon eine Wand da ist. Warum sollte man eine zweite Wand davor bauen, es sei denn, man hätte etwas zu verbergen. Was im Altbau durchaus zutrifft, weil man dort tatsächlich etwas verbergen muß: die Wand nämlich, wenn diese sich in einem Zustand befindet, daß sie für den zugedachten Zweck nicht mehr in Frage kommt. Bestes Beispiel ist ein altes →Bad, dass neu gefliest werden soll. Will man sich das Elend nicht antun, all die alten krummen und schiefen, durch mehrere Generationen geflickten Fliesenwände abzureißen, den anfallenden →Schutt entfernen zu müssen usw. usf., greift man lieber zum bewährten →Trockenbau und installiert eine neue Wand vor der alten. Je nach Zustand und vorhandenem Platz kann man nun wahlweise die Gipskartonplatten mittels →Ansetzbinder an die alte Wand kleben oder mit →U (UD), →C (→CD) oder →Hutprofilen ein →Gerüst errichten, auf die dann die Platten geschraubt werden. In jedem Fall schafft man damit eine neue →lotrechte Wandfläche, die sich bestens für die weitere Bearbeitung (z. B. →Fliesen kleben) eignet. (et)

 W

Wand, die. Gerade im Altbau Gegenstand zahlreicher Betrachtungen, besonders wenn sie von den vielfachen, im Laufe der Zeit hinzugekommenenden Beschichtungen (wie z.B. Tapeten) befreit wird. Ist die Wand nach manchmal zermürbender Kleinarbeit endlich bis auf den →Putz freigelegt, hört man sie deutlich auf- und durchatmen (und nach notwendiger Durchlüftung schreien). Nun kann man die Sünden der Vergangenheit erkennen: ehemalige →Wasserschäden, quer verlegte Elektrokabel und etliches mehr. (et)

Wasserwaage, die. Werkzeug zur Ermittlung einer waagerechten Ebene. (s. Sandlot, oder →Vage Ebene, →Theorem von der Wasserwaage). (ho)

Werkzeug, das. Ist ein aktiver Gebrauchsgegenstand, mit dem sich Bautätigkeiten ausführen lassen. Dabei werden die verschiedenen W.e, die sich an eher antiquittierten Orten finden lassen, nach unterschiedlichen Kategorien zusammengefaßt. Dies ist möglich, da die Anzahl der W.e nicht unendlich ist und somit klassifizierbar. Hier geraten wir jedoch auf das Gebiet der begründbaren Werkzeugkunde. Eine Sonderheit stellen die neuen W.e dar, da sie zumindest eine kurze Zeitspanne lang tatsächlich funktionieren.
Des weiteren zählen die W.e zu den unabdingbaren Essentials, hätte ich fast gesagt, aber es ist mehr: Ohne W. findet keine Baustelle statt, ohne Essentials schon. Zur Not. Deshalb gehören W. zu den →Baugesetzen. Ebenso wie das Material. (et)

WiCu. Ummanteltes Kupferrohr. (kf)

WiDia. Abk. für Hartmetall. Markenbezeichnung von Krupp und bedeutet: so hart WIe DIAmant. (ho)

WM. Abk. für Waschmaschine. In jedem Sicherungskasten eine extra Sicherung. (kf)

 X

X-Haken, der. (s. IKS-Haken). Die klassische Form lautet folgendermaßen: "Es war nur ein Haken an der Sache und das war der IKS-Haken. IKS besagte, daß die Sorge um die eigene Sicherheit angesichts realer, unmittelbarer Gefahr als Beweis für fehlerloses Funktionieren des Gehirns zu werten sei. Orr war verrückt und konnte fluguntauglich geschrieben werden. Er brauchte nichts weiter zu tun, als ein entsprechendes Gesuch zu machen, tat er dies aber, so galt er nicht länger mehr als verrückt und würde weitere Einsätze fliegen müssen. Orr wäre verrückt, wenn er weitere Einsätze flöge, und bei Verstand, wenn er das ablehnte - doch wenn er bei Verstand war, mußte er eben fliegen. Flog er diese Einsätze, war er verrückt und brauchte nicht zu fliegen, weigerte er sich aber zu fliegen, so mußte er für geistig gesund gelten und war daher verpflichtet zu fliegen. Die unübertreffliche Schlichtheit dieser Klausel beeindruckte Yossarian zutiefst." (Joseph Heller, Catch 22). Mit dieser logischen Selbstverständlichkeit wird man auf dem Bau ständig konfrontiert (→Baumurphy, →Möbius-Schleife). (et)

 Y

Yin ∓ Yang Ltd. Ein von Frau Yin und Herrn Yang entwickelte ostasiatische Form der Dialektik. Sie gründeten mit Erlaubnis des X. Parteitags der KPCh den heute weltweit operierenden, ungemein korrupten wie ertragreichen, gleichnamigen chinesischen Esoterikkonzern und Thinktank zur Herstellung meist ungesunder Harmonien (→Feng Shui). Äußerst profitabel, das ganze. (ho)

 Z

Zarge, die. Grundlegende Rahmenkonstruktion aus →Holz oder →Metall zur Aufnahme einer →Tür (Symbiose) (kf)

Zehweh, das. Keine Fußkrankheit, sondern ein Wunder (Charlottenburger Wunder). (ho)

Zeit, die. Wird grundsätzlich zu kurz bemessen, ob es sich nun um die Dauer des Aufenthaltes im →Baumarkt, die für die jeweilige Tätigkeit veranschlagten →Stunden oder die geschätzte Gesamtdauer der Erledigung des →Auftrags handelt. (et)

Zeuthen, das. Das Ablehnen jeglicher Tätigkeit auf einer in Arbeit befindlichen Baustelle. Ein psychologisches Phänomen, welches durch eine unendliche Anzahl von bautechnischen, und ebenso zwischenmenschlichen Fak-toren bestimmt wird.
Die Potenzierung von Z ergibt sich folgendermaßen:
Z = ( Bt . n ) + ( Zm . n )
Bt = Bautechnische Probleme
Zm = Zwischenmenschliche Probleme
Die Auswirkungen des "Zeuthens" sind vielfältig. Hier einige Beispiele:

zunehmende schlechte Laune
körperliches Unwohlsein
ungenaues Arbeiten
Resignation
längere Kaffeepausen und
im Extremfall kann es zu Baualpträumen kommen.

Auf jeden Fall ist das "Zeuthen" ein nicht zu unterschätzender Faktor, den man immer von vornherein mit einbeziehen sollte. (kf)

Zigarette, die. Anderer Begriff für 'Aktive, Echte, Fluppe, Kippe, Lulle, Lungentorpedo, Sargnagel oder Zichte'. Auch als →Quickie bekannt. (et)

Zollstock, der. Wichtiges Werkzeug. Einer der 3 (oder 4?) Essentials. Die anderen beiden sind der →Akkubohrer und der Bleistift. Als 4. E. käme das Sandlot in Frage, aber diese Zuordnung ist noch heftigst umstritten. (et)

Zwölf-Stunden-Öl, das. Aus Naturharzen hergestelltes Öl, das zum Grundieren des zu vergoldenen Untergrundes aufgetragen wird und bis zum nächsten Arbeitsgang zwölf Stunden aushärten muß. (ho)

 Register

Abdeckfolie, Abdichten, Abdrücken, Abfall, Abgrund, Abhänger, Abkleben, Abmanteler, Abnahme, Abriß, Absperrhahn, Abtöner, Abstreifgitter, Acryl, Akademie, Akemi und Akepox, Akkordlohn, Akku, Akkubohrer (-schrauber), Allergische Reaktion, allet neu, Altbau, Altersarmut, Altgeselle, Alufolie, Amateur, Anfahrt, Ankerfett, Anlegen, Anreißer, Anschießer, Ansetzbinder, Antiquittierung, Antriebel, Arbeit, Arbeiter, Arbeitsgerät, Arbeitshandschuhe, Arbeitslos, arbeitslos, Arbeitsplatte, Arbeitsschuhe, Arbeitsunfall, Architekt, Architektur, Armatur, Arme Sau, Armes Schwein, Armierungsgewebe, Aschenbecher, Aufgabe, Aufmaß, Aufruf, Auftrag, Auftraggeber, Auftragnehmer, Aufwand, Ausbeutung, Ausgleichsring, Ausklinkung, Auslegeware, Axt, Azubi

Bad, Badewanne, Badewannenträger, Bandschleifer, Bau, Bauablauf, Baualltag, Bauarchäologie, Bauasket, Bauauto, Baubegehung, Bauberufsgenossenschaft, Bauchemie, Bau-Chill-Faktor, bauen, Baugenehmigung, Baugericht, Baugesetze, Baugewerbe, Bauhandwerk, Bauhandwerker, Bauhaus, Bauherr, Bauherrin, Bauhütte, Bauideen, Bauingenieur, Baukaffee, Bauklamotten, Baulärm, Baulehrplan (deutscher), Bauleiter (der), Bauleiter (die), Baulude, Baumarkt, Baumurphy, Baupathologe, Baupause, Bauphilosoph, Bauphilosophen, Bauphilosophen-Akademie, Bauphilosophie, Bauphilosophische Bagatellisierung, Bauphilosophische Gebote, Bauphilosophische Instituts-Normen, Bauphilosophische Manifeste, Bauphilosophische Ressentiment, Bauphilosophische Tagung, Bauplanung, Baupraxis, Bauschaum, Bausegnungszeichen, Baustelle, Baustelle (ewige), Baustoff, Baustopp, Bausünde, Bautheorie, Bautisch, Bauunternehmen, Bauweisheiten, Bauwerk, Bauwesen, Bauwissenschaft, Bauwitz, Bauzaun, BBW, Befestigung, Behelligung, Beil, Beiz, Beize, Beizeisen, Belüftung, Belüftungsventil, Beruf, besenrein, Beton, Betonestrich, Bewehrungsstreifen, Beziehung, Bit, Bitumen, Blauer Montag, Blauer Winkel, Blaue Woche, Blaupause, Bleistift, Blendwerk, Boden, Bodenbelag, Bogen, Bohrer, Bohrertypen, Bohrfutterschlüssel, Bohrhammer, Bohrkrone, Bohrmaschine, Bohrmaschine (durchgeknallte), Bordüre, Brechstange, Brett, Bronzener Schnitt, bündig

Café, Cammin'sche Determinante, Cappuccino, Carrara Marmor, C-Profil, CD-Profil, Charlottenburger Wunder, Cheers, Chelovani da Chelosani, Chemie, Chromgelb

Dach, Dachausbau, Dachdecker, Dachlatte, Dachstuhl, Dämm-Mafia, Dämmung, Daumenschraube, Decke, Decke (abgehängt), Dehnungsfuge, Deichbau, Deichdübel, Deichfolie, Dematerialisierung, Diamant, Dichtfolie, flüssig, Dichtung, Dielen, Dielenboden, Die Reine Lehre, Diepgen, Dimmer, DIN 127, Dispersionskleber, Doppelhaushälfte, Doppelklebeband, Dreck, Drehmoment, Drei-Stunden-Öl, Drei-Wochen-Satz, Dremel, Drillbohrer, Dübel, Dulliklemmen, Dummheit, Durchmesser, Dusche

Eckschutzschiene, Eckventil, Eimer, Einkaufen, Einweichzeit, Elektrik, Elektriker, Energiesparlampe, Entlüftung, Entropie, Erfahrung, Erfindungen, Ersehen einer Fläche, Erstarrungsgesteine, Erstellung, Essen, Essential, Estrich, Estrichplatten

Fäustel, Fallrohr, Fassade, Fassadenanker, Farbe, FAU, Faulheit, FE, Federklappdeckel, Feierabend, Feierabendbier, Fehler, Feng Shui, Fenster, Fensterbank, FI, Finanzamt, Fischerdübel, Fitting, Fixzement, Flabbe, Fläche, Flamme, Flaschenzug, Flex, flexen, Fliesen, Fliesenkleber, Fliesenleger, Fliesenplan, Fliesenreihe (-linie), Flucht, Formular, Forstnerbohrer, Freisprechung, Freimaurer, Freizeit, Fugen, Fugenfüller, Fugenkelle, Fugi, Fundament, Fußboden, Fußleiste

Gabbro, Gasag, Gasbeton, Gaube, Gedankenrekapitulation, Gedankenrekapitulations-Verweigerung, Gefühlter Winkel, Gehörschutz, Gehrung, Gehrungslehre, Gehrungssäge, Geist, Gelber Schein, Generalstreik, Geometrische Probleme, Gerätedose, Gerüst, Gerüstbauer, Geschlagene Schrift, Geselle, Gesellenbrief, Gewerbe, Gewerbefreiheit, Gewerke, Gewerkehierarchie, Gewerkschaft, Gewindeschneider, Gips, Gipskarton, Glasvlies, Glaswolle, Gneis, Goldener Schnitt, Gott, Granit, Grobspan, Grundierung, Grundriß, Grundstein, Gummihammer

Haftgrund, Hailo, Hakenklinge, Hammer, Handfeger, Handwerk, Handwerker, Handwerkskammer, Handwerkliches Talent, Handwerksrolle, Hanf, Hartgestein, Hartmetall, Hebel, Heckenpenner, Heimwerker, Heizkörper, Helm, Hermannische Lehrsätze, Hilti, Höhlenmalerei, Hohlwanddose, Holme, Holz, Holzzarge, Honk, HT-Rohr, Hutprofil, Hygiene

Ich AG, Idee, IG Bau, IHK, IKEA, IKS-Haken, I.M., Imbusschlüssel, Im Eimer, Im letzten Winkel, improvisieren, Innung, Internet, Isoflex, Isolierfarbe

Jan'sche Fieber, Japaner, Jerusalem, Jesusnägel, Job, Jobcenter, Jude, Jürgen, Junggeselle, Jurke

Kabel, Kabelage, Kabelbinder, Kabelkanal, Kabelschacht, Kabelschelle, Kachel, Kaffee, Kalk, Kalkstein, Kantholz, Kaperbrief, Kapitalismus, Karre, Kehrblech, Keil, Kelle, Kippe, Klassenkampf, Klebeband, Kleber, Kleber (alter), Kleesalz, Kleister, Kleistermeister, Klemmen, Klempner, Klinker, Klipper, Kluft, Kluppe, Knie, Knipperzange, Knüpfel, Kollege, Kombiventil, Kombizange, Kommunikation, Kompetenz, Konzept, Kostenvoranschlag, Krach, Kräfte, Kran, Krankschreibung, Kreissäge, Kreuzberger Frühstück, Kreuzschlitzschraubenzieher, Krönel, Küche, Kuhfuß, Kunde / Kundin, Kunst, Kunst am Bau, Künstler, Kunststein, Kupfer

Lack, Laibung, Laminat, Langeweile, Latte, Lebenskünstler, Leerer , imer, Leerrohr, Lego, Lehre (bauphilosophische), Lehre, Reine, die, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, Lehrling, Leihgerät, Leistung, Leiter, Leiterbrücke, Leitung, lfm, Licht, Linoleum, Litze, LKA, Lochsäge, Löffel, Lötstelle, Lötzinn, Lohn, Lot, Lotrecht, Lüsterklemme, Luftbohrer, Luftschraube, Luftschraubenzieher, Luhser/in

Mädchenkaffee, Magnetdeckel, Makulatur, Maler, Malerband, Maloche, Marmor, Maschine, Maßband, Maße, Maßstab, Material, Materie, Mathematik, Mauerwerk, Maurer, Maurerdecollete, MDF, Meditation, Meißel, Meister, Meistersprüche, Mensch, messen, Messer, Metall, Metallsäge, Metamorphe Gesteine, Meterstrich, Metzgermarmor, Milchmädchenrechnung, Mittagspause, Mobbing, Möbelfüsse, Möbellüftung, Moebius-Schleife, Mörtel, Montag, Montage (auf), Montage, Montagekleber, Montageschaum, Mottek, Müll, Müllsack oder -tüte, Muffe, Multisäge, Muschelkalk, Museum der Ausgestorbenen Berufe und Werkzeuge, Musik, Muße, Mutation, Mutter

Nacharbeiten, Nagel, Nageldübel, Nagelprobe, Natur, Naturgesetz, Naturkonstante, Naturstein, Neu, Neubau, Nieten, Nimbusschlüssel, Nippel, Nirosta, Nivellierestrich, NN, Nomenologen, Nomenologie, Nonius, Norbert, Norm, Nut und Feder, NYM

Oberfräse, Ochsenblut, Ofen, Ofensetzer, Offene Rechnung, Organisation, organisieren, Ornament, Overall

Pantograph, Patient, Patientin, Pauschallohn, Perfektion, Perspektive, Pfusch am Bau, pfuschen, Phänomen der einzelnen Schuhe, Phasenprüfer, Philosophie, Pi mal Daumen, Pinsel, Planung, Polier, polieren, Polnische Verfugung, Problemstau, Profile, Projekt, Projektion, Psychosomatik, Punktiergerät, Putz, Putzanker, Putzästhetik, Putzbecher, Putzdeckel

Quadratmeter, Quadratur des Kreises, Quanten, Quarks, Quast, Quengeln, Quickie, Quirl

Radio, Radius, RAL, Ratsche, Rauhfaser, Rauhfaser (flüssige), Raum, Realität, Rechenschieber, Rechnung, Rechtsgewinde, Rechtwinkelbohrer, Reduzierstück, ReFlex, Regel, Reifezeit, Reine Lehre, die, Reinkarnation, Relativitätstheorie, Renovierung, Reparaturmasse, Revisionsöffnung, Richtfest, Richtscheit, Rigips, Rigipsdose, Rohr, Rohrzange, Rolle, Rotation, Rotationstheorie, Rotband, RS 2, Russisches Fundament

Sackkarre, Sand, Sandkasten, Sandlot, Sandpapier, Sandstein, Säulenfundament, Schablone, Schalldämmung, Schalldämmungsstreifen, Schaltertypen, Schaltkreis, Scharriereisen, scheitern, Schlauch, Schlauchschelle, schleifen, Schlendrian, Schlitze, Schlitzohr, Schmerzen, Schmiege, Schmirgel, Schnellbauschraube, Schnellputzprofile, Schraube, Schraubenschlüssel, Schraubenzieher, Schraubzwinge, schrödern, Schubkarre, Schulter, Schutt, Schutzbrille, Schwarzbau, Schwarze Quadrat, Schwarze Quittung, Schwingschleifer, SDS, Sedimentgestein, Sehnenscheidenentzündung, Selbstausbeutung, Senkblei, Sicherung, Sicherungskasten, Silberner Schnitt, Silikon, Silikose, Siphon, Sortierkasten, Sozialdemontage, Sozialmontage, Spachtel, Spannung, Spanplatte, Spitzeisen, Sprengeisen, Sprühgerät, Ständerwerk, Stahl, Stahlbeton, Stahleckzarge, Stahlträger, Stahlzarge, Standard-Styroporduschwannenträger, Statik, Staub, Staubmaske, Stechbeitel, Steckdose, Stein. Stein der Greisen, Stein der Weisen, Steinmetz, Steinmetzzeichen, Steinwolle, Stellschraube, Stemmeisen, Stichsäge, Stift, Stockhammer, Storchschnabel, Streik, Streit, Strom, Stuck, Stücklohn, Stunde, Stundenlohn, Sturz, Styropor, Syenit, Symbiose

Tapete, Tapeziertisch, Taschenlampe, Tasse, Tauchrohr, Teks, Teleskopstange, Teppich, Teppichleiste, Teppichmesser, Terrazzo, Theorie, Theoriegebäude, Theorem vom Montag, Theorem von der Wasserwaage, Therme, Tischler, Tonnenideologie, Topfscharnier, Tortenarsch, Trapezklinge, Traverse, Travertin, Travertin (René), Trennscheibe, Treppe, Treppenwitz, Trévolution, Trinkgeld, Trockenbau, Trockenbauer, Trompetenschrauben, T-Träger, Tür, Turmbau zu Babel

UA-Profil, über Kopf arbeiten, UMIN, Umleimer, Umsatzsteuer (Befreiung von der), Uniform, Unikat, Unikatarier, Unikatslehre, Universum, Unterlattung, Unterlegscheibe, uP, U(D)-Profil, Urknall, Ursache

Vage Ebene, Valkowa-Syndrom, Ventil, Verbrechen, Verdingungsordnung Bau, Vergolden, Verkofferung, Verlängerungskabel, verschalen, Verschleiß, Versorgung, Verteilerdose, verzapfen, Vierkantschlüssel, Vierung, Vierrädrige, Vorschlaghammer, vor sich hinträumen, Vorurteil, Vorwandmontage

W.A., Wärmedämmung, Wagoklemmen, Walz, Wand, Wartung Wartungsöffnung, Wasser, Wasserkocher, Wasserschaden, Wasserwaage, WB, WC, Weichgestein, Werbung, Werkstatt, Werkstoff, Werkstück, Werktag, Werkvertrag, Werkzeug, Werkzeugkoffer, WiCu, WiDia, Winkel, Winkel (im letzten), Winkel (rechter), Winkel (linker), Winkelmesser, Wippe, Wirkung, Wissenschaft, Wochenende, Wohnung, WM

Xantener Dom, Xanthippe, Xauen, Xenophobie, X-Haken, Xylamon, Yeti, Yin und Yang, Yin ∓ Yang Ltd., Y-Kabel, Ytong

Zahneisen, Zahnkelle, Zahnspachtel, Zahnung, Zange, Zarge, Zehweh, Zeit, Zement, Zen, Zenmeister, Zensur, Zeuthen, Ziegel, Zigarette, Zimmermann, Zinnasche, Zirkel, Zirkelschluß, Zollmaß, Zollstock, Ztrowje na budowie, Zukunft, Zunft, ZVK, Zwangskörperschaft, Zweck, Zwei-Komponenten-Kleber, Zwinge, Zwölf-Stunden-Öl, Zygmunt